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08.03.2010 | Zehn Ehrungen bei der Sportfreunde-Jahresversammlung
Lotte. Beim Neujahrsempfang und in der Fußball-Regionalliga zeigen die Sportfreunde Lotte, dass sie wissen, wie großer Bahnhof geht.Bei ihrer Jahresversammlung am Freitagabend ging es ihrem Vorsitzenden Rolf Horstmann vor allem darum, die Pflichtveranstaltung schnell über die Bühne zu bringen.
Mit 34 Zuhörern war der Kreis entsprechend klein. Zehn von ihnen waren vor allem da, weil Horstmann sie für ihre langjährige Mitgliedschaft zu ehren hatte. Einige dieser Jubilare warfen beim Beobachter jedoch die Frage auf, ob die Sportfreunde vor Jahrzehnten bereits Ungeborene aufnahmen, obwohl sie damals noch gar keine Schwangerschaftsgymnastik anboten. Oder erhält die Mitgliedschaft so jung?
Die Berichte aus den Abteilungen lieferten die obligatorischen Rückblicke auf das Sportjahr 2009. Nicht die Regionalliga stand da im Vordergrund, sondern die zwölf Jugendmannschaften, von denen Uwe Mindrup berichtete, und die Abteilung „Gymnastik und Turnen“ von Klaudia Söll mit ihrem bunten, großen Strauß an Angeboten: Krabbelgruppen, Kinderturnen, -schwimmen und -tanzen, Starke Stunde, Pekip, Cheerleader, Wavesy, Einrad, Rhythmik, Leichtathletik, Basketball, Tischtennis, Nordic Walking und eben Gymnastik rund um die Geburt.
Auch Schatzmeister Bernd Teepe machte es kurz und knapp. Dabei sorgte nicht einmal für besondere Aufmerksamkeit, dass der Verein mittlerweile einen Jahresumsatz von 1,4 Millionen Euro ausweist.
Drei Satzungsänderungen brachte Geschäftsführer Dieter Joachim Srock einstimmig durch. So kann der Verein jetzt die steuerfreie Ehrenamtspauschale von 500 Euro im Jahr zahlen; die Mitglieder erhalten ein Vorschlagsrecht zur Vorstandswahl; und die Gemeinde Lotte ist im Fall der Vereinsauflösung begünstigt.
Quelle: www.neue-oz.de - tn -
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Sportfreunde wieder nur Zuschauer
Lotte - Nun ist es doch passiert. Eigentlich wollten sie unbedingt spielen, die Sportfreunde Lotte. Aber auch heute werden sie nur zuschauen dürfen. Die gegen den SC Verl geplante Begegnung fällt aus. Eine Expertenkommission begutachtete gestern Abend um 18.30 Uhr den Platz und entschied: Fußball ist unmöglich. Mit Betreten des Platzes fing es kräftig an zu schneien. Die Wettervorhersagen sind zudem alles andere als gut. Auch die Rasenoberfläche präsentierte sich in keinem guten Zustand. Deshalb kam die Absage. Als Nachholtermin steht der 30. März im Raum. Allerdings muss die Zentrale Informationsstelle für Sporteinsätze (ZIS) darüber noch entscheiden. Zwei Nachholspiele haben die Sportfreunde bereits auszutragen, am 9. März gegen Schalke und am 23. März beim 1. FC Kaiserslautern.
Als ärgerlich empfand Trainer Maik Walpurgis die Absage. Er und die Mannschaft hätten gerne gespielt, um die Niederlage vergangene Woche im Spitzenspiel gegen den 1. FC Saarbrücken auszubügeln. Zudem geraten sie immer mehr ins Hintertreffen. An einen normalen Saisonverlauf ist derzeit nicht zu denken. Dafür werden die Sportfreunde im März zu sehr beansprucht. Gespielt hätte Maik Walpurgis heute allein schon deshalb liebend gerne, da die Mannschaft nach dem Saarbrücken-Spiel im Training eine deutliche Reaktion gezeigt hat. Mit Ausnahme der Langzeitverletzten wären alle Spieler im Einsatz gewesen. Ob die Sportfreunde kurzfristig ein Testspiel organisieren werden, stand gestern Abend noch nicht fest. Der Coach will aber alles unternehmen, einen Gegner zu finden, um halbwegs im Rhythmus zu bleiben.
Quelle: www.westfaelische-nachrichten.de - ALFRED STEGEMANN -
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Sportfreunde wachen zu spät auf
Lotte - Eine Prise Galgenhumor spielte mit, als Maik Walpurgis seinem Gegenüber Dieter Ferner gratulierte. Das tat der Trainer der Sportfreunde Lotte aber nicht nur wegen des 1:0-Sieges des 1. FC Saarbrücken am Samstagnachmittag im Spitzenspiel der Regionalliga. Nein, der Coach der Saarländer war zufrieden, da der Spitzenreiter durch den Erfolg endgültig die Klasse gesichert habe. „Mehr haben wir auch noch nicht erreicht“, wollte Ferner trotz der wichtigen drei Punkte den Ball flach halten. Das rang Maik Walpurgis allerdings nur ein müdes Lächeln ab. Seine Mannschaft hat die ersten Big-Points in diesem Jahr liegen lassen und rutschte auf Rang zwei ab.
Das können die Sportfreunde zwar schon morgen Abend revidieren, wenn das Nachholspiel gegen FC Schalke 04 II (19 Uhr PGW-Arena) ansteht, dennoch tut die Niederlage weh, denn sie war vermeidbar. Vor allem in der zweiten Halbzeit waren die Sportfreunde die agilere Mannschaft und hatten weit mehr Ballbesitz. Zwingende Torchancen allerdings blieben Mangelware, da die Hausherren in der Defensive geschickt die Schotten dicht hielten. Vor allem die Flügel der Gäste waren kaltgestellt, so dass Lotte um eine seiner Hauptwaffen beraubt war.
Deutlich wurde, dass zwischen Test- und Punktspielen ein deutlicher Unterschied herrscht. Während die Sportfreunde in der Vorbereitung fast ungezwungen nach vorne spielten konnten und durchweg die aktivere Mannschaft waren, konnten die am Samstag in rot gekleideten Gäste oftmals nur reagieren. Zu präsent und aggressiv war der 1. FCS, der durch eine gute Aufteilung die Räume derart eng machte, dass die Sportfreunde ihr Kombinationsspiel einfach nicht aufziehen konnten. Zahlreiche Fehlpässe waren die Folge, die die Hausherren immer wieder in Ballbesitz brachten. Und sie nutzten eine der ganz wenigen Chance in dieser von den Abwehrreihen bestimmten Begegnung. Nach einem Foul von Alexander Thamm, für das er die vierte Gelbe Karte sah, schlug Sammer Mozain als halblinker Position den Ball in den Strafraum. Ob Markus Fuchs mit den Haarspitzen noch dran oder nicht, das Leder flog vorbei an Freund und Feind zum 1:0 für die Gastgeber in die Maschen. Lottes Keeper Andre Poggenborg war machtlos.
Danach mühten sich die Sportfreunde. Doch hatte deren Spiel wenig Struktur. Auch als mit Marcus Fischer und dem eingewechselten Nico Beigang zwei Spitzen auf dem Feld standen, wurden die Aktionen nicht wirklich zwingender. Zwar besaßen „Fischi“ und der eingewechselte Ugur Birdir zwei Einschussmöglichkeiten, ein „Happy-End“ fand der Lotter Auftritt im Saarland vor 6542 Zuschauern nicht mehr.
Als ärgerlich empfand Maik Walpurgis die Schlappe natürlich, aber nicht als Weltuntergang. Die defensive Stabilität war gegeben. Darauf lässt sich aufbauen. Bei Ballbesitz muss die Mannschaft allerdings sicherer und dominanter werden, um den Gegner mehr unter Druck setzen zu können. Die Niederlage vom Sonntag revidieren können die Sportfreunde Lotte bereits morgen Abend im Nachholspiel gegen Schalke. Die Mannschaft möchte unbedingt spielen. Trotz des Regens gestern zeigte sich der Platz in einem guten Zustand. Voraussichtlich wird erst am Dienstag endgültig entschieden, ob angepfiffen wird oder nicht.
1. FC Saarbrücken: Marina - Otto, Lerandy, Mann, Zydko (83. Reguette) - Kohler, Weissmann (89. Berrafato), Dafi, Grgic - Mozain (69. Brückerhoff), Fuchs.
Sportfreunde Lotte: Poggenborg - Brinker, Willers, Thamm, Gataric - Kunert, Wingerter (73. Beigang) - Kügler (60. Birdir), Dondorf, Pagano (60. Sidney) - Fischer.
Tore: 1:0 Mozain (27.).
Gelbe Karten: Otto, Zydko, Berrafato - Thamm.
Schiedsrichter: Christ (Münchweiler an der Rodalb).
Zuschauer: 6542.
Trainerstimmen:
Dieter Ferner,Trainer des 1. FC Saarbrücken: „Natürlich bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Und ich denke, der Sieg ist für uns durchaus verdient. Aber es ist noch nichts entschieden. Wir haben noch nichts erreicht, außer, dass wir den Klassenerhalt jetzt gesichert haben.“
Maik Walpurgis,Trainer von SF Lotte: „Es war ein enges, ein intensives Spiel. Aber, wie es oft in einem Spitzenspiel ist, nicht sonderlich schön anzusehen. Saarbrücken hat geschickt in der Defensive gestanden und unsere Außen zugestellt. Auch wenn wir im zweiten Durchgang weit mehr Ballbesitz hatten, hatten wir nicht wirklich viele zwingende Chancen. Deutlich wurde der Unterschied zwischen Test- und Punktspiel. Wir waren vor allem zu Beginn einfach nicht so präsent wie es nötig gewesen wäre.“
Quelle: www.westfaelische-nachrichten.de - ALFRED STEGEMANN -
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Lotte: „Die Jungs sind richtig heiß“
Lotte - Blick zurück: August 2009. Vor dem Start in die Regionalliga-Saison sprechen die sogenannten Experten nur über Preußen Münster und Rot-Weiss Essen als neuen Meister. Einige Exoten wagen auch andere Tipps. Aber eigentlich haben sich alle auf die „Großen Zwei“ festgelegt. Doch weit gefehlt. Am heutigen Samstag steht das absolute Topspiel der vierthöchsten Klasse auf dem Plan: Erster gegen Zweiter. Beteiligt ist aber keiner der beiden Traditionsvereine. Ab 14 Uhr stehen sich im Ludwigspark-Stadion Aufsteiger 1. FC Saarbrücken und die Sportfreunde Lotte gegenüber.
Diese Konstellation zu Saisonbeginn, und die „Experten“ hätte von einer Eintagsfliege gesprochen. Doch mittlerweile sind mehr als die Hälfte aller Spiele absolviert. Und da stehen die beiden Außenseiter eben ganz oben. „Die Tabelle lügt nicht“, sagt SFL-Trainer Maik Walpurgis und meint, dass sich heute die bisher tatsächlich stärksten Mannschaften der Regionalliga gegenüberstehen. Und zu diesem Spitzenspiel werden 10 000 Zuschauer erwartet. Die Kulisse dürfte respekteinflößend sein. Dass sich seine Mannschaft dadurch aus der Ruhe bringen lassen könnte, glaubt Walpurgis nicht: „Die Jungs sind so gut drauf und mental gefestigt, da wird nichts anbrennen. Im Gegenteil.“ Seine Leute seien regelrecht heiß darauf zu spielen. „Sie freuen sich richtig, dass es endlich losgeht“, hat der Coach erkannt. Deshalb sieht er es auch nicht nachteilig, dass Saarbrücken bereits ein Punktspiel absolviert hat, sein Team heute aber einen Kaltstart hinlegen muss.
Denn die Sportfreunde haben in zahlreichen Vorbereitungs-Begegnungen ihre Form getestet. Insbesondere in der Partie vor einer Woche gegen BV Cloppenburg (5:2) sah es in der ersten Halbzeit sehr gut aus. Diese Form gilt es heute über 90 Minuten zu bestätigen. „Saarbrücken hat eine absolute Top-Mannschaft, die ihre Stärken im Kollektiv hat“, weiß Maik Walpurgis, „aber sie ist auch zu knacken.“ Co-Trainer Ovid Hajou war Zeuge des Punktspiels am Dienstag zwischen Eintracht Trier und 1. FC Saarbrücken (2:2) und hat wichtige Erkenntnisse gewonnen.
Weder über seine Philosophie noch über die morgigen Aufstellung will sich Maik Walpurgis auslassen. Zwei Angreifer oder doch nur einer, lautet die Frage. Sein 4:2:3:1-System sieht nur einen Stürmer vor. Mit Marcus Fischer und Neuzugang Nico Beigang (Jahn Regensburg) stehen ihm aber zwei exzellente Offensivkräfte zur Verfügung. Wenn sich Walpurgis in diesem Punkt auch nicht in die Karten schauen lässt, dürfte sicher sein, dass Neuzugang Dalibor Gataric (Wormatia Worms) sein Debüt im Lotter Dress geben wird. Der für hinten links eigentlich gesetzte Sidney Santos de Brito hat aufgrund anhaltender muskulärer Probleme einen Trainingsrückstand und wird deshalb zunächst auf der Bank sitzen. Nicht zum Kader gehören die verletzten David Czyszczon, Oliver Hampel, Stefan Langemann und Torben Deppe.
Saabrückens Trainer Dieter Ferner versucht, die Erwartungen herunter zu schreiben. „Ganz sicher wird am Samstag nicht über den Aufstieg entschieden. Beide Mannschaften können bis zum Saisonende noch häufig straucheln.“ Maik Walpurgis stößt in die gleiche Kerbe: „Eine Niederlage wäre zwar kein schöner Auftakt, würde uns aber auch nicht umwerfen.“
Ferner hält die Sportfreunde für eine gute Mannschaft mit ausgezeichneter Moral. „Die Lotter glauben an sich, gewinnen Spiele in der letzten Minute. Also müssen wir bis zur letzten Sekunde aufpassen“, streicht er heraus. Dabei kann Torjäger Manuel Zeitz nicht helfen. In Trier handelte er sich seine fünfte Gelbe Karte ein und wird deshalb heute fehlen.
Quelle: www.westfaelische-nachrichten.de - ALFRED STEGEMANN -
Wichtiger Hinweis für alle daheimgebliebenen Fans:
Auf unserer Homepage gibt es zum Spielbeginn den bekannten Liveticker. Ergänzend dazu empfehle ich das Fanradio des 1. FC Saarbrücken. Die Übertragung ist für jedermann gratis und beginnt ca. 20 Minuten vor Anpfiff, also am Samstag gegen 13.40 Uhr. Am besten rechtzeitig anmelden - auf http://www.fc-saarbruecken.de, Rubrik Fanradio. Dazu gibt es am Samstag um 17:30 Uhr einen Spielbericht in der Sendung "Arena am Samstag" im SR-Fernsehen.
(Von Alfons Manikowski)
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