„Wir sind stolz auf unseren Verein“ - Neujahrsempfang

Michael Jonas - 06.01.2019

„Stolz“ war das am meisten geäußerte Wort auf dem Neujahrsempfang der Sportfreunde Lotte. Vor rund 140 Gästen im VIP-Bereich des FRIMO Stadions begrüßte Horst Petersson, Aufsichtsratsmitglied und Vorsitzender des Ältestenrates, die Anwesenden und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Sportfreunde vor einer faszinierenden Entwicklung stehen. Der Dank aller galt am Sonntag den vielen ehrenamtlichen Helfern, ohne die der Aufschwung beim Drittligisten nicht möglich wäre.

Vorsitzender Hans-Ulrich Saatkamp berichtete von den sportlichen Auf- und Abwärtsbewegungen im Fußballjahr 2018, sparte Aussagen über Enttäuschungen nicht aus und nannte als Ziel, auf Dauer Bestandteil der stärksten 3. Liga aller Zeiten zu bleiben. "Ausruhen dürfen wir uns aber nicht." Helden seien die Sportfreunde trotz aller Euphorie um Aufstieg und Pokalerfolge nie gewesen.  Wenn überhaupt, hätten es die Weltmeister von Bern 1954 verdient, als Helden bezeichnet zu werden. Wie schnell sich die Berichterstattung ins Gegenteil verkehren könne, zeige die Schlagzeile „Lotte, der größte Sauhaufen des deutschen Fußballs“. Saatkamp: „ Wir haben dem Boulevard keinerlei Angriffsfläche geboten und sind stolz auf unseren Verein.“

Launige Grußworte überbrachten Bürgermeister Rainer Lammers, Landrat Dr. Klaus Effing,  und Europaabgeordneter Dr. Markus Pieper.  Lammers erläuterte die Vision „Masterplan Sportpark 2030“ und stellte zum Schluss seines Redebeitrages augenzwinkernd eine deutliche Forderung an Vereinschef Saatkamp: „Ein einstelliger Tabellenplatz ist Pflicht, lieber Uli.“ Effing betonte: „Hier in Lotte wird sehr guter Fußball gespielt. Aber die Sportfreunde sind auch ein Unternehmen.“ Deswegen sei es positiv gewesen, im FRIMO Stadion ein Wirtschaftstreffen auszurichten. Die Sportfreunde seien ein Aushängeschild nicht nur für Lotte und Steinfurt, sondern für das gesamte Münsterland. Auch Pieper unterstrich die große Bedeutung des Vereins. „Was sie hier leisten, ist klasse. Hier ist die Seele des gesellschaftlichen Miteinanders.“

Aufsichtsratschef Hans Günter Bayer ließ sich aus terminlichen Gründen entschuldigen, meinte aber unter anderem in einer von Horst Petersson verlesenen Grußbotschaft: „Dass wir ein Teil der stärksten 3. Liga aller Zeiten sind, macht uns stolz. Der Weg unserer Sportfreunde ist noch lange nicht beendet.“   

Manfred Wilke, der Sportliche Leiter, forderte Gäste und Interessierte auf, sich im Verein zu engagieren. Ansprechpartner sei Marketingchef Marco Ostendorf. Alle könnten mithelfen, Ziele zu verwirklichen. Arbeit sei kein Schimpfwort. Zu Neuverpflichtungen wollte sich Wilke nicht äußern. „Es gibt nichts zu vermelden.“ Das Trainerteam Nils Drube und Sven Hozjak, das kurz auf dem Neujahrsempfang vorbeischaute, berichtete von einer intensiven Vorbereitung. „Wir arbeiten knallhart. Das ist unser Job“, betonte Drube. „Wir trainieren häufig zweimal am Tag und sind voller Tatendrang“, ergänzte Hozjak. Da er als guter Prophet gilt, sagte der Co-Trainer gleich das Ergebnis des ersten Spiels nach der Winterpause gegen 1860 München am 25. Januar voraus: „Stellen Sie sich auf ein 3:1 ein, dann freuen sich alle.“