"Meine Oma sagt, da stehn die Mädels drauf"

Michael Jonas - 22.02.2019

Das Hinspiel beim Karlsruher SC gewannen unsere Sportfreunde mit 3:1. Es war am 1. September der erste Saisonsieg. Die Wende zum Besseren setzte unter dem neuen Trainerduo Nils Drube/Sven Hozjak ein. Am Samstag (14 Uhr) ist der Tabellenzweite KSC zu Gast im FRIMO Stadion (live bei Magenta Sport und Ausschnitte in der ARD). Drube und Matthias Rahn  äußern sich in der Pressekonferenz vor dem Spiel zum Gegner, zur viel diskutierten und oft gezeigten Stirnverletzung des Innenverteidigers und zur eigenen Spielphilosophie.

Matthias Rahn sagt…..

zu  seiner Nominierung in die DAZN-Elf des Wochenendes: „Man registriert das schon, dass man in einem Atemzug mit Cristiano Ronaldo oder Claudio Pizarro genannt wird. Das machte schon die Runde. Ich habe viele Mitteilungen und Genesungswünsche bekommen.“

zu seinem Aussehen mit der heftigen Stirnverletzung: „Meine Oma hat gesagt, Matze, mach Dir keine Gedanken. Die Mädel stehen da drauf. Mit einem Helm zu spielen, habe ich probiert. Aber der sitzt zu weit vorne und drückt. Ich glaube, ich bleibe beim Turban. Die Klammern dürfen noch nicht raus.“

zur Entscheidung, dass er weiterspielen darf: „Entscheidend ist, was die Verantwortlichen sagen. Wir haben mit Physiotherapeutin Melanie Hubert eine absolute Vertrauensperson. Wenn sie sagt, ich kann weitermachen, dann weiß ich, dass ich mich darauf verlassen kann.“

zum Hinspiel, als es mit dem 3:1 im Wildpark den ersten Saisonsieg gab: „Daran habe ich nur schöne Erinnerungen. Ich weiß, dass ich das erste Mal mit Lars Dietz zusammengespielt habe, der kurz zuvor verpflichtet worden war. Dass wir eine richtig gute erste Halbzeit gespielt haben, die neuen Trainer uns hervorragend eingestellt hatten und ich ein Tor gemacht habe.“

Nils Drube meint…

zum KSC: „Wir erwarten einen Gegner, den wir nicht so überraschen können wie im Hinspiel. Das ist nicht schlimm. Er kann ruhig wissen, was auf ihn zukommt. Karlsruhe ist eine Mannschaft, die zu Recht da oben steht. Sie haben mit Anton Fink und Marvin Pourie´ zwei Spitzen, die nur wenige Möglichkeiten brauchen, um Tore zu machen. Der KSC verfügt über viel Erfahrung und viel individuelle Qualität.“

zum eigenen Spiel: „Damals, beim 3:1-Sieg in Karlsruhe, hatten wir 48 Stunden Zeit, um unsere Spielidee zu vermitteln. Mittlerweile haben wir so viel Selbstvertrauen und sind von dem überzeugt, was wir machen, dass wir jeden Gegner vor schwierige Aufgaben stellen. Auch den KSC. Wir wissen, was wir können.“

zum Personal: „Die Grippewelle ist abgeklungen. Alle sind wieder fit. Tim Wendel wird wahrscheinlich in ein, zwei Wochen wieder zum Kader gehören. Bei Lars Dietz und Tino Schmidt dauert es noch.“

zur Aussage, von KSC-Stürmer Anton Fink, Lotte habe mit dem Abstieg nichts zu tun: „Das ist nett gemeint. Aber ich gebe nicht so viel auf solche Aussagen. Wir schauen nur auf uns selbst. Wenn wir unseren Weg so weitergehen, sind wir schwer zu schlagen. Mit Mutmaßungen hat man noch nie etwas erreicht.“

 

So könnten Sie spielen:

Sportfreunde Lotte: Kroll – Langlitz, Rahn, Straith, Al-Hazaimeh – Drinkuth, Schulze, Chato, Oeterhelweg – Wegkamp, Jovic.

Karlsruher SC: Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach – Stiefler, Groiß, Wanitzek, Lorenz – Pourie, Fink.

Schiedsrichter: Dr. Bramlage (Vechta). – Assistenten: Schwengers (Travemünde), Steenken (Nordhorn)