Stettin-Doppelpack lässt Lotte jubeln

14.12.2021

Durch einen leidenschaftlichen Auftritt gelang es den Sportfreunden am Dienstagabend, im Nachholspiel gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf für einen gelungenen Rückrundenauftakt zu sorgen. Im gleichermaßen letzten Heimspiel des Jahres belohnte sich unter anderem Angreifer Nils Stettin erstmalig zweifach und stellte maßgeblich die Weichen für den 3:1 (1:0)-Erfolg. Die Gastgeber überstanden jegliche Drangphasen der Fortuna und durften sich am Ende über den nun fünften Saisonsieg freuen.

Einen wahrlichen Traumstart hätte das Team von Andy Steinmann bereits nach wenigen Sekunden hinlegen können, als der klug von Ka-ram Han in Szene gesetzte Emre Aydinel mit seinem vielversprechenden Sololauf an Gästekeeper Franz Langhoff scheiterte (1.). Wie so oft stimmte bei den Sportfreunden von Beginn an der Einsatz, doch die fehlende Konsequenz sollte sich zunächst einmal mehr als Spielverderber erweisen. So auch in der nächsten Situation, in der Stettin das runde Leder aus bester Einschussposition nicht verwerten konnte (14.). Die U23 der Fortuna machte durch ein wuchtiges Geschoss des Rechtsverteidigers Takashi Uchino zum ersten Mal auf sich aufmerksam (16.). Der notgedrungen früh eingewechselte Emir Kuhinja vergab eine Halbchance per Kopf (24.).

In dieser Phase fand die Mannschaft von Trainer Nicolas Michaty immer besser in die Begegnung und beschäftigte Lotte fortan länger in der eigenen Hälfte. Doch das SFL-Team entkam jeglicher Umklammerung, hatte durch Han aus der Distanz (27.) und per Kopf (28.) selbst zwei gute Möglichkeiten. Auch Cedric Euschen, welcher nach einem hohen Zuspiel von Tyson Richter an den Ball kam, drosch das Spielgerät einige Zentimeter am Ziel vorbei (31.). Der Ex-Fortune Euschen bewies dann jedoch kurz vor der Pause seine Qualitäten als Assistgeber: Die hohe Vorarbeit in die Spitze erlief Nils Stettin, der schwungvoll an Gästekeeper Langhoff vorbeizog und überzeugend ins Tor einschob – 1:0 (44.). Dass die Düsseldorfer U23 nicht umgehend antworten konnte, war der starken Flugeinlage Michael Luyambulas zu verdanken (45.).

Ärgerte sich Lotte zu Beginn des ersten Abschnitts noch über einen verpassten Start nach Maß, so sollte nach weiterem Wiederanpfiff ein Déjà-vu-Erlebnis folgen: Aydinel setzte sich rechts im gegnerischen Sechzehner durch und fand am anderen Ende Euschen, welcher aus Nahdistanz den zweiten Treffer liegen ließ. Zumindest vorerst… Die Sportfreunde nutzten eine Offensivbemühung der Gäste, um dann eigens perfekt umzuschalten: Richter trieb den Ball durchs Zentrum und legte auf Euschen ab. Lottes Nummer Zehn fackelte nicht lange und netzte entschlossen mit beherztem Abschluss ein – 2:0 (49.). Doch der Jubel hatte zunächst nur kurz Bestand. Die SFL-Defensivabteilung konnte eine gefährliche Situation nicht entscheidend bereinigen, sodass Marcel Mansfeld zur Stelle war und den zügigen 2:1-Anschluss markierte (52.).

Jetzt ging es Schlag auf Schlag, weil die Steinmann-Elf den Kopf nicht in den Sand steckte, sondern vielmehr weiter probierte, eigene Gelegenheiten zu kreieren. So war schnell der alte Abstand wieder hergestellt: Stettin brachte ein hohes Zuspiel ins vorderste Drittel unter Kontrolle und blieb erneut vor Langhoff cool – 3:1, der erste Doppelpack des Angreifers im SFL-Dress (56.). Beeindruckend war in der Folge dennoch insbesondere, mit wie viel Tempo der Düsseldorfer Zweitliganachwuchs auf das Gaspedal drückte. Die Blau-Weißen zeigten sich zwar bemüht, einen weiteren schnellen Anschlusstreffer zu vermeiden, doch hatten diese nun Probleme, der Düsseldorfer Drangphase zu entfliehen. Beispielsweise verpassten Fink (63.), Mansfeld (68.), Niemiec (74.) oder Köther (71./80.) es, die Begegnung noch einmal so richtig spannend werden zu lassen. Darüber hinaus sollte ebenso erneut auf Michael Luyambula mehrfach Verlass sein.

Unter dem Strich durften die Sportfreunde Lotte nach Abpfiff ihren fünften Saisonerfolg bejubeln und fahren mit einem ganz wichtigen „Heimdreier“ im Rücken am Samstag (18. Dezember, 14 Uhr) zum VfB Homberg. Das Duell im Duisburger Stadtteil ist dann gleichzeitig auch der Jahresausklang.

(Text: Tobias Wehrmeier I Foto: Rolf Grundke)