SFL unterliegen Nijmegen

09.07.2019

An- und vielversprechend - diese Eigenschaften passen auf das heutige Match der Sportfreunde Lotte gegen den niederländischen Zweitligisten NEC Nijmegen.

Trotz der knappen 0:1 (0:0) - Niederlage schlugen sich die Blau-Weißen achtbar. SFL-Coach Ismail Atalan schickte seine Mannen in einem 4-3-3 System ins Spiel. Und das durchaus mit Hintergedanken: denn Lotte lief den niederländischen Zweitligisten früh an, verschob gut und drückte der Anfangsphase so seinen Stempel auf. Weil aber auch Nijmegen tief stand und zunächst eher abwartend agierte sahen die gut 300 Zuschauer im Ankumer Quitt-Stadion zunächst keine echten Torchancen. Das änderte sich auch im Verlauf der ersten Hälfte kaum. Auf dem gut zu bespielenden Rasen gestaltete sich das deutsch-niederländische Duell zunehmend ausgeglichen. Und während Lotte es aus einer geordneten Defensive mit einem kontrollierten Spielaufbau versuchte suchte NEC Nijmegen den Weg über die Flügel. Und wenn bei den Niederländern was lief, dann über den flinken Randy Wolters auf der rechten Seite. Doch weiter als bis zum SFL-Strafraum kamen die Grün-Roten nicht. Auf der anderen Seite schaltete Lotte ein ums andere Mal schnell um. Die Blau-Weißen kamen vor allem über das Zentrum. Und Lotte erspielte sich Chancen. Fünf Minuten vor der Pause wurde Tim Wendel von Mathias Bossaerts rustikal gelegt. Den Freistoßvon der Strafraumkante hob Leon Demaj gefühlvoll in den Strafraum. Dort lauerte Testspieler Jegor Jagupov, dessen Kopfball stellte jedoch keine Gefahr für NEC-Keeper Mattjis Braderhorst dar. Nur wenige Augenblicke war Jagupov erneut frei vor Braderhorst, wieder blieb Nijmegens Schlussmann Sieger.

Ismail Atalan brachte zur zweiten Halbzeit fünf neue Spieler: Jhonny Peitzmeier rückte zwischen die Pfosten, zudem kamen Jules Reimerink, Michael Schulze, Besfort Kolgeci und Filip Lisnic in die Partie. Die erste Szene des zweiten Durchgangs gehörte Nijmegen: einen schnellen Angriff schloss Ayman Sellouf mit der Führung der Niederländer ab (48.). Das Führungstor war zugleich die erste Strafraumszene der Gäste. Bei den Sportfreunden Lotte änderte sich das Bild im Vergleich zur ersten Halbzeit nicht: der Regionalligist blieb druckvoll, stand hoch und störte früh. So erzwangen die Sportfreunde Fehler. In der 53. Minute setzte sich Marcel Sobotta auf der rechten Seite durch, seinen Flankenball verpasste Jules Reimerink nur knapp. Nur wenige Augenblicke später spielte Jegor Jagupov einen Ball auf Jules Reimerink in die Schnittstelle. NEC-Keeper Braderhorst klärte jedoch aufmerksam. Trotz des Rückstandes blieben die Sportfreunde gut geordnet und mit viel Zug zum Tor. Gianluca Przondziono verzog gut zehn Minuten vor dem Ende knapp - die Sportfreunde hatten den Ausgleich mehrfach auf dem Fuß. Und sie trafen - leider aus Abseitsstellung: Gianluca Przondziono drückte den Ball in der Schlussminute über die Linie. Am Ende blieb es bei der knappen Niederlage für unsere Sportfreunde. Doch das heutige Spiel war vielversprechend und machte Lust auf mehr.


Sportfreunde Lotte: Eiban (46. Peitzmeier) - Gmeiner (46. Schulze), Al-Hazaimeh (46. Kolgeci), Rahn (46. Lisnic), Langlitz (46. Reimerink) - Przondziono, Demaj (66. Awassi)- Sobotta (66. Talas), Wendel (43. Möller), Ballah - Jagupov

Tor: 0:1 Sellouf (48.)

Schiedsrichter: Franz Bokop (Vechta