„Lotte hat mit Abstieg nichts zu tun“

Michael Jonas - 21.02.2019

Anton Fink ist mit aktuell 132 Treffern der Rekordtorschütze der 3. Liga. Am Samstag (14 Uhr) gastiert er mit dem Karlsruher SC im FRIMO Stadion. In unserem Interview äußert sich der 31-Jährige zum 1:3 im Hinspiel, zur Auswärtsstärke des KSC, zur Entwicklung der Sportfreunde und zu seinen eigenen Zukunftsplänen.


Anton Fink, Lotte gegen den KSC. Da war doch was in dieser Saison...
Sie meinen unser 1:3 im Hinspiel. Das ist vergessen.

Aber Wiedergutmachung ist am Samstag im Lotter FRIMO Stadion schon angesagt.
Wiedergutmachung will ich nicht sagen. Im Hinspiel hatten wir ein anderes System. Wir sind jetzt besser eingespielt. Wir wollen Punkte, wir wollen jedes Spiel gewinnen. Außerdem hatten wir im Wildpark ja auch noch Möglichkeiten zu einem Unentschieden. Ich denke da nur an unseren verschossen Elfmeter. Außerdem war Lottes 1:0 ein Eigentor.

Ist der Aufstieg eigentlich als Ziel ausgegeben?
Nach der verpassten Relegation gegen Aue in der vergangenen Saison wollten wir auch in dieser Saison eine gute Rolle spielen. Das ist uns bisher ganz gut gelungen, auch wenn es seine Zeit braucht, in die Saison zu kommen. Pflicht ist der Aufstieg nicht. 


Der KSC hat zuletzt zuhause 0:1 gegen Kaiserslautern verloren. War es "ein Schlag in die Fresse zum richtigen Zeitpunkt", wie es ihr Trainer Alois Schwartz formulierte?
So kann man es auch ausdrücken. Ja, das war eindeutig zu wenig von uns. Jetzt wissen wir, welche Fehler wir gemacht haben und wo wir ansetzen müssen in den nächsten Spielen. In dieser Liga wird keinem etwas geschenkt.

Wie fällt Ihr Fazit des bisherigen Saisonverlaufs aus?
Wenn man auf Platz zwei steht, kann man so viel nicht falsch gemacht haben. Wir sind die beste Auswärtsmannschaft, haben gute, wenn auch manchmal knappe Ergebnisse erzielt und sind auf einem guten Weg. 


Sie haben es gesagt: beste Auswärtsmannschaft. Bekommt Lotte das am Samstag zu spüren?
Wir wissen, dass es sehr schwer wird. Das haben wir auch in der vergangenen Saison beim 1:1 gemerkt. Der 3:1-Sieg bei uns war der Lotter Wendepunkt.

Wie schätzen Sie das Team von Trainer Nils Drube ein? 
Lotte ist ein sehr kampfstarkes und gut strukturiertes Team. Die Ergebnisse nach dem Saisonfehlstart zeigen, dass die Mannschaft gefestigt ist. Mit dem Abstieg wird Lotte nichts zu tun haben.

Sie sind der Rekordtorschütze der 3. Liga. Wie lange wollen Sie noch für den KSC treffen?
Mein Vertrag läuft zum Saisonende aus. Ich fühle mich hier wohl und habe schon einige Gespräche geführt. Bei einem Aufstieg verlängert sich mein Vertrag automatisch.

Was war Ihr bisher größter Erfolg als Profi?
Das war mit dem Chemnitzer FC 2014 im DFB-Pokal, als wir Mainz in der ersten Runde mit 5:4 im Elfmeterschießen besiegt haben. Und mein erstes Zweitligator für den KSC am 10. Spieltag der Saison 2009/2010 beim 1:1 gegen Rot-Weiß Oberhausen.