Daniel Thioune: Duell auf Augenhöhe

Michael Jonas - 28.03.2019

Mit der Frage, ob und wann der VfL Osnabrück aufsteigt, beschäftigt sich Daniel Thioune nicht. Der Trainer der Lila-Weißen denkt ausschließlich an das nächste Spiel. Und das ist am Montag um 19 Uhr unter Flutlicht gegen unsere Sportfreunde an der Bremer Brücke, wo Lotte bisher zweimal verlor (0:3, 0:1) und als Außenseiter an den Start geht.

„Nur aufgrund der Tabellensituation sind wir der Favorit. Lotte hat uns immer Paroli geboten. Es wird ein Duell auf Augenhöhe sein“, glaubt Thioune, der sich von der Negativserie der Sportfreunde nicht blenden lässt. „Die Ergebnisse stimmen nicht so, wie sie sich das gewünscht haben. Aber die Leidenschaft ist in Lotte vorhanden. Das Trainerduo mit Nils Drube und Sven Hozjak hat gute Arbeit geleistet. Dort ist etwas gewachsen. Ich habe einige gute Spiele von Lotte verfolgt.“ Thioune sieht die Begegnung als Nachbarschaftsduell in dem Sinne, dass es schon wegen der räumlichen Nähe beider Vereine ein Spiel „mit besonderem Charakter“ ist. 

Neun Punkte liegt der VfL vor dem Tabellendritten SV Wehen Wiesbaden. Acht Spiele stehen noch auf dem Programm. Viel schiefgehen kann da eigentlich nicht mehr. Doch Thioune warnt: „Wir werden den Teufel tun über Dinge zu sprechen, die wir noch gar nicht abschätzen können. Die 3. Liga ist so eng, da kann immer was passieren. Wir tun gut daran, genauso weiterzumachen wie bisher.“

In der letzten Saison standen die Osnabrücker dicht vor dem Abstieg, diesmal kurz vor dem Aufstieg. So schnell geht das im Fußball. Fest steht, bei einer Rückkehr in die 2. Liga wäre der VfL Rekordaufsteiger. Es wäre das sechste Mal. Nach dem 3:1-Sieg in Kaiserslautern ist die Euphorie rund um die Bremer Brück noch einmal gestiegen. Von den acht noch ausstehenden Partien sind fünf Heimspiele. "Die Mannschaft hat Bock darauf, erfolgreich zu sein“, hatte Thioune vor einigen Monaten gesagt. Das haben die Osnabrücker eindrucksvoll unter Beweis gestellt. 

Der VfL rechnet mit einer nahezu ausverkauften Bremer Brücke (16 667 Plätze). Die Heimstärke führte die Lila-Weißen an die Spitze. Von 14 Partien gewann der VfL 11, zwei gingen verloren, eins endete unentschieden. Nur zehn Treffer ließ der Spitzenreiter an der Bremer Brücke zu und traf selbst 26-Mal. In der Rückrundentabelle nimmt das Team den zweiten Rang ein (sieben Siege, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen). Bester Osnabrücker Torjäger ist Marco Alvarez mit zehn Toren gefolgt von Marc Heider (7).  

Bis auf die Langzeitverletzten sind beim VfL alle an Bord. Bei unseren Sportfreunden wird Kapitän Adam Straith wohl auszufallen (Bruch in der Kiefernhöhle). Paterson Chato ist gesperrt. Matthias Rahn kehrt nach seiner Gelbsperre ins Team zurück.