Gut aufgelegte Sportfreunde bezwingen Wuppertaler SV

24.04.2021

Noch ein paar Pünktchen sollten her, um im Kampf für den Klassenerhalt endgültig nichts mehr anbrennen zu lassen. Mit dem 1:0-Heimerfolg über den Wuppertaler SV setzten stabile Sportfreunde Lotte am Samstagnachmittag das wohl bisher dickste Ausrufezeichen an die Konkurrenz in puncto Ligaverbleib. Luca Menke erzielte das Tor des Tages, welches die SFL-Heimstärke weiter unterstrich. Selbstbewusste Sportfreunde wollen nun aus den verbleibenden Begegnungen das maximale herausholen.

Mit viel Schwung und Drang zum gegnerischen Tor starteten die Blau-Weißen in die Partie. Bereits nach wenigen Sekunden gehörte Demaj der erste kleine Abschluss auf das WSV-Gehäuse (1.). Die Gastgeber machten weiter. Bajric ließ gut durch für den auf links startenden Justin Plautz, welcher das obere Toreck anvisierte und dieses um ein Stück verfehlte (3.). Durchaus ansehnlich war auch der Angriff über Kapitän Brauer und Emre Aydinel. Letzterer bediente im Zentrum Bennet van den Berg und Lotte verzeichnete schon früh Möglichkeit Nummer drei (10.). Dann belohnten sich die Gastgeber über einen Standard: Nach Aydinel-Eckball von links, nickte SFL-Innenverteidiger Luca Menke zur verdient erarbeiteten Führung ein – 1:0 (13.). Die Steinmann-Elf hatte die Geschicke in der Folge weiter in der Hand. Für die vielversprechendste Gelegenheit der Gäste waren ebenso ausschließlich die Hausherren verantwortlich: Ein für Keeper Jhonny Peitzmeier gedachtes Rückspiel mündete fast in einem Eigentor (20.). Es ging weiter, die Zuspiele waren für Wuppertal im ersten Durchgang wahrlich nicht einfach zu verteidigen. Einmal mehr waren es Brauer und Aydinel, die drauf und dran waren das 2:0 einzuleiten, doch van den Berg fehlte in der Mitte der viel zitierte halbe Schritt (28.). Eine aussichtsreiche Möglichkeit erspielte sich die Elf von Björn Mehnert dennoch: Königs zog mit einem scharfen Ball knapp am linken Pfosten vorbei (33.). Auch wenn Lotte bis zum Pausentee den etwas aktiveren Eindruck machte, neutralisierten sich beide Widersacher bis zum Seitenwechsel überwiegend.

In Abschnitt zwei waren es eher die Gäste, die über Ballbesitz das Spiel dirigierten. Die Sportfreunde fokussierten sich mit der Führung im Rücken mehr auf geeignete Umschaltmomente. Über „Sechser“ Lars Holtkamp kam Wuppertal zu zwei Versuchen aus der zweiten Reihe, die für Peitzmeier aber keine Gefahr darstellten (52./56.). Ebenso flog nun nach etwa einer Stunde der ein oder andere brenzlige hohe Ball durch die Lotter „Box“. So wie auch bei der geplanten Hereingabe von Lars Bender, welche zunächst weniger gefährlich wirkte, als sie letztendlich war. Der SFL-Keeper schätzte die Flugkurve offenbar nicht gänzlich korrekt ein und hatte ein wenig Glück, dass der obere Torbalken schlimmeres verhinderte (72.). Viel passierte nicht mehr. Das, was es zu überstehen gab, überstand das Team von Andy Steinmann. Nicht alle klug gedachten Kontersituationen kamen über gut gemeinte Ansätze hinaus. Eine hätte unweit vor Beendigung der regulären Spielzeit aber dennoch fast zum Erfolg geführt: Optimal eingesetzt hob Plautz das Spielgerät über Gäste-Schlussmann Patzler hinüber, hauchdünn segelte dieses rechts am Torpfosten vorbei (89.). WSV-Angreifer Ametov vergab unter Bedrängnis in der Nachspielzeit die letzte Chance auf einen Punktgewinn der Schwebebahnstädter.

Die Sportfreunde Lotte hatten nach Abpfiff allen Grund zum jubeln. Mit einer disziplinierten und über weite Strecken auch strukturierten Mannschaftsleistung erhöhten die Blau-Weißen das Punktepolster zum einzigen Abstiegsplatz jetzt auf zehn Zähler. Damit sind die Hausherren, welche in einer Woche (8. Mai, 14 Uhr) auf dem Aachener Tivoli antreten, dem Klassenerhalt nun spürbar nah und wollen noch so viele der verbleibenden fünf Begegnungen wie möglich für sich entscheiden.

(Text: Tobias Wehrmeier | Foto: Rolf Grundke)