SFL feiern gelungenen Heimauftakt

21.08.2021

Die Sportfreunde Lotte haben den ersten Saisonsieg in der frisch angelaufenen Spielzeit eingetütet. Mit 2:0 (1:0) setzten sich die Blau-Weißen in einer durchaus abwechslungsreichen Partie gegen den VfB Homberg durch. Dabei kam Torwart Michael Luyambula zu seinem Ligadebüt, nachdem sich Jhonny Peitzmeier kurz vor dem Seitenwechsel verletzte.

Es entwickelte sich rasch ein kurzweiliger, offener erster Durchgang. Den besseren Start erwischten nach nur wenigen Minuten die ganz in Blau auftretenden Sportfreunde: Ka ram Han trieb den Ball durchs Zentrum und bediente Emre Aydinel auf der linken Seite, welcher mit einem entschlossenen Abschluss ins kurze Eck traf – 1:0 (3.). Lotte begann mit einer zu gefallen wissenden Spielfreude und wenn der agile Dominique Domröse Aydinel im Zentrum gefunden hätte, so wäre bereits ein früher Doppelpack für den Deutsch-Türken möglich gewesen (5.). Doch auch die Gäste aus Duisburg deuteten des Öfteren ihre Spielstärke an. Besonders über die beiden Außenbahnen hatte es das Steinmann-Team nicht immer einfach, den VfB konsequent zu verteidigen und war noch gerade so vor dem einschussbereiten Mittelstürmer Jan-Niklas Pia zur Stelle (9.). Eine offene Angelegenheit, in der die Sportfreunde aber immer mindestens ein Bein dazwischen bekamen, wenn es gefährlich wurde. Die Versuche von Aydinel (13.) sowie Nowitzki und Wellers (16./18.) auf der Gegenseite, flogen deutlich über das Gehäuse. Den nächsten Hochkaräter bei diesem abwechslungsreichen Schlagabtausch, hatte wieder Aydinel auf dem Fuß, scheiterte aber im Eins-gegen-Eins-Duell mit VfB-Keeper Phillipp Gutkowski (19.). Nach gut einer halben Stunde nahm der Angriffsdruck der Gastgeber wieder zu, die jetzt merklich spürbar am zweiten Treffer arbeiteten und sich insbesondere über die auffälligen Han, Domröse und Aydinel immer wieder in Szene setzten. Kurz schlucken mussten die 500 SFL-Fans fünf Minuten vor der Pause: Peitzmeier blieb offensichtlich im Rasen hängen und wurde vom neuen Ersatzmann Michael Luyambula abgelöst. Im Anschluss verpasste Euschen eine Domröse-Hereingabe in der Mitte um einen halben Schritt (41.). Zur Pause blieb ein attraktives Regionalligaspiel festzuhalten, in dem beide Teams spielfreudig den Weg Richtung Tor suchten.

Der zweite Durchgang verlief in der Summe jetzt nicht mehr ganz so ereignisreich wie noch die vergangenen 45 Minuten, wenngleich der VfB mit einem Kracher von Jonas Pfalz, den Luyambula nur abklatschen ließ, ein erstes Ausrufezeichen setzte (46.). Für die weiterhin in Führung liegenden Sportfreunde war es nun wichtig, den Angriffen eines bissigen Gastes standzuhalten. Auch Lottes Deutsch-Kongolesischer Schlussmann konnte sich jetzt auszeichnen: Talarski brachte das Spielgerät von rechts ins Zentrum und der ehemalige Torhüter des VfB Lübeck parierte klasse gegen Wellers (50.). In der Folge kamen beide Widersacher nicht so richtig über gut gemeinte Ansätze hinaus und vieles spielte sich Mitte der zweiten Halbzeit zwischen den Strafräumen ab. Das Ergebnis war jedoch zu dünn, um sich gegenüber forsch auftretenden Gästen frühzeitig sicher zu fühlen. An jenem Ergebnis schrauben können hätte der eingewechselte Nils Stettin, dem es nicht gelang, Gutkowski auszuspielen (70.). Dann machte es selbiger Sekunden später besser: Stettin behielt, nahe des Mittelkreises, die Überhand und schickte den ebenfalls neu auf den Rasen geschickten Andzouana auf die Reise, welcher vor dem Tor cool blieb – 2:0 (71.) Attestieren musste man dem Gegner aus dem Ruhrgebiet, dass er sich zu keinem Zeitpunkt geschlagen gab und weiter probierte, noch etwas aus dem Tecklenburger Land mitzunehmen. Glück hatte Lotte, dass Talarski Zentimeter zum möglichen Anschlusstreffer fehlten (76.) und Luyambula erneut stark, diesmal gegen Hauser parierte (80.). Die Steinmann-Truppe veredelte den erfolgreichen, ersten Heimauftritt mit einigen schön anzusehenden Einzelaktionen und erntete nach überpünktlichem Schlusspfiff reichlich Applaus.

Weiter geht es für die Sportfreunde Lotte schon am Mittwoch (25. August) beim SC Preußen Münster. Anstoß an der Hammer Straße ist um 19:30 Uhr.

(Text: Tobias Wehrmeier I Foto: Frank Diederich)