Bitteres Ende einer engagierten Vorstellung

12.09.2020

Mut, Teamgeist, Kommunikation, viel Applaus, aber auch einigen Frust brachte dieser erste Spieltag mit sich. Durch einen sehr späten Ausgleichstreffer trennen sich die Sportfreunde vom Bonner SC mit 2:2.

„Mutig verteidigen und mutig auch im Ballbesitz“ hatte Cheftrainerin Imke Wübbenhorst vor Spielbeginn von ihren Jungs gefordert - und das setzte die junge Lotter Mannschaft mit einem Traumstart um. 

Der Gastgeber startete schwungvoll, mit Jhonny Peitzmeier als zu erwartender “Nummer 1“, einer Abwehrkette bestehend aus den beiden Innenverteidigern Luca Menke und Sertan Yigenoglu, die auf den Außenpositionen von Dimitrios Ioannidis und Justin Plautz  unterstützt wurden. Im Zentrum agierten Kapitän Timo Brauer, zusammen mit Leon Demaj. Sein Bruder Drilon Demaj und der akribische Exauce Andzouana waren für die offensive bzw. den Außenbahnen zuständig. Bennet van den Berg spielte mit Sturmtank Conrad Azong in der Spitze.

Letzterer setzte direkt zu Beginn gleich ein dickes Ausrufezeichen. Nach einem Einwurf von der rechten Seite legte Andzouana den Ball überlegt und mustergültig im Sechzehner auf „Connie“ Azong, welcher den Ball in typischer Stürmer-Manier aus fünf Metern ins Netz jagte (3.). Nach einer Viertelstunde das erste Lebenszeichen der Bonner. Aber ein Freistoß von halbrechts verfehlte seinen Zielspieler in der Mitte knapp. Doch Lotte übernahm weiter das Kommando und nach einer Ecke von Plautz, die Luca Menke per Kopf erreichte, stellten die Sportfreunde auf 2:0 (23.). Der Bonner SC, der immer wieder über seinen Spielmacher Dario Schumacher auffällig wurde, scheiterte zunächst an Peitzmeier (27.), ehe es selbiger dann wenig später mit einem zentral getretenen Freistoß besser machte. Schumacher ließ Peitzmeier mit einem Schuss oben links ins Eck keine Chance (33.). Die Pausenführung war jedoch hochverdient und der Applaus von der Tribüne absolut gerechtfertigt.

Der zweite Durchgang war über weite Strecken mehr von kleinen oder größeren Unterbrechungen geprägt als von etlichen Torchancen. Dennoch machte Bonn ein ums andere Mal deutlich, sich für die verbleibenden 45 Minuten etwas vorgenommen zu haben. So rauschten zwei Freistöße halblinker Position von Schumacher am Tor vorbei (47./49.). Nach einer Stunde dann ein Schockmoment, als Azong nach einem Foulspiel verletzt vom Platz getragen werden musste. Ito ersetzte ihn und deutete ein ums andere Mal seine Fähigkeiten an. In Minute 63 ergab sich dann eine Doppelchance der „Demaj-Brüder“. Zunächst scheiterte Leon mit einem Freistoß an Torwart Hupe, anschließend vergab der schön freigespielte Drilon nach einem Solo alleine vorm BSC-Schlussmann. Und auch Ito hätte eine gute Viertelstunde vor Schluss mit einem Gewaltschuss das dritte Tor erzielen können. Sein Versuch strich knapp über das Tor.

Aber dann kam die nervenaufreibende Nachspielzeit: erst verfehlte ein aussichtsreicher Versuch der Bonner das Tor nur knapp, anschließend verhinderte Peitzmeier gerade noch so mit den Knien spektakulär den Ausgleich und einen weiteren Freistoß lenkte er über die Latte. Timo Brauer sah vor diesem zudem noch die gelb-rote Karte. Bei der anschließenden, letzten Ecke löste sich Bonns Torschützenkönig des letzten Jahres, Daniel Somuah und erzielte den bitteren Ausgleich zum 2:2 (90.+5).

Bereits am kommenden Mittwoch (16. September, 19:30 Uhr) geht es gegen die U23 von Borussia Dortmund weiter im Sportpark am Lotter Kreuz.

(Text: Tobias Wehrmeier | Foto: Marina Schwarz)