Beim KSC erfanden sich die Sportfreunde neu

Michael Jonas - 20.02.2019

Die sportliche Wende kam am 1. September des vergangenen Jahres. Nach einem desaströsen Saisonauftakt gewannen unsere Sportfreunde unter dem neuen Trainerduo Nils Drube/Sven Hozjak ausgerechnet beim Karlsruher SC. Lotte führte bereits nach 29 Minuten mit 3:0. Am Samstag (14 Uhr) treffen beide Klubs im FRIMO Stadion zum vierten Drittligaduell aufeinander. 

Die mehr als 10 000 Zuschauer im Wildpark rieben sich verwundert die Augen. War das die Mannschaft, die als Absteiger Nummer 1 gehandelt wurde? Nein, es stellte sich ein ganz anderes Team vor. Bissig, organisiert, spielfreudig – die Drube-Elf brachte den Karlsruhern die erste Niederlage bei, und Lotte gab nach dem 3:1 die Rote Laterne an Braunschweig ab.

David Pisot per Eigentor (6.) sowie Maximilian Oesterhelweg (13.) und Matthias Rahn (29.) erzielten die Treffer für die Sportfreunde, die auch dank eines überragenden Torwarts Steve Kroll am 6. Spieltag den ersten Saisonsieg einfuhren. Der Lotter Keeper hielt einen Foulelfmeter und musste nur einmal hinter sich greifen, als Möbius zum 1:3 verkürzte (39.). Neun Spieler aus der damaligen Elf gehören heute noch zum Personal der Sportfreunde. Nur Marcus Piossek und Nico Neidhart haben sich verabschiedet.

In Karlsruhe begann eine neue Zeitrechnung für Lotte. „Das war eine in jeder Hinsicht geschlossene Mannschaftsleistung. Der Teamgeist und ein unbändiger Wille war der Mannschaft deutlich anzumerken. Die Intensität im Umschaltverhalten, die Arbeit gegen den Ball - das war schon ordentlich. Da war Emotionalität über 90 Minuten."“, freute sich Lottes neuer Trainer Nils Drube.

Das erste Aufeinandertreffen beider Klubs datiert vom 16. September 2017. Der KSC gewann dank Torjäger Anton Fink mit 1:0. Im Tor der Sportfreunde stand David Buchholz für den erkrankten Benedikt Fernandez. Das Rückspiel am 2. März 2018 im FRIMO Stadion endete 1:1. Lotte, das von Andreas Golombek trainiert wurde, führte durch den Treffer von Jaroslaw Lindner bis zehn Minuten vor dem Ende mit 1:0. Fabian Schleusener schaffte vor 1603 Zuschauern noch den Ausgleich.