LOTTE. „Wir werden das Spiel mit 2:0 gewinnen“, war sich Olaf Hellermann vor dem Anpfiff gegen den SC Verl sicher. Der Geschäftskundenberater von Sponsor Auto Weller ist nicht irgendein Fan, sondern als ehemaliger Lotter Spieler sogar ein Fachmann in Sachen Fußball. Immerhin spielte er Mitte der Neunzigerjahre drei Jahre lang für die Sportfreunde.
Die Auto Weller GmbH ist seit Anfang dieser Saison neuer Classic-Partner des Vereins. In dieser Funktion ist Hellermann regelmäßiger Besucher der Heimspiele, wobei er auch schon vor dieser Spielzeit im Stadion anzutreffen war. Ein „Event-Fan“ ist er nicht, denn er geht auch ins Stadion, wenn es mal nicht so läuft.
Am Samstag hatte er genauso einen Tag erwischt. Nach dem Schlusspfiff stand ein 0:0, das die erwartungsfrohen Zuschauer enttäuschte. Auch Olaf Hellermann, der in Lotte auch schon als Spielertrainer arbeitete, erkannte Mängel im Lotter Spiel. „Denen fehlt ganz klar ein Leadertyp, der mal einen tödlichen Pass spielen kann. Ich denke, dass man auf Tim Gorschlüter nicht ewig warten kann, sondern jetzt schnell einen weiteren Spieler holen muss.“ Auch die Ruhe auf dem Platz gefällt dem 39-Jährigen absolut nicht: „Die Spieler sind viel zu ruhig und sprechen auf dem Platz kaum miteinander. Das ist mir schon öfter aufgefallen, und da schließe ich auch den Kapitän mit ein, der seine Vorderleute ruhig auch mal lauter dirigieren könnte.“
Olaf Hellermann, der mittlerweile im benachbarten Hasbergen wohnt, weiß, wovon er spricht. Denn neben seinem Job bei Auto Weller nimmt der Fußball einen wesentlichen Teil in seinem Leben ein. Neben den Sportfreunden Lotte ist er auch Fan des FC Bayern München und des VfL Osnabrück. „Beim VfL haben wir eine Loge, und auch da verfolgen wir sehr interessiert die Entwicklung des Vereins“, sagt der 1,90 m große Blondschopf. Dabei leugnet er auch nicht, dass er eigentlich jedes Wochenende in Sachen Fußball unterwegs ist. „Mal spielt Lotte zu Hause, mal die Osnabrücker. Meine liebe Frau Ina steht zum Glück dahinter, denn sonst wäre das gar nicht möglich.“
Von den Sportfreunden Lotte hält er nach wie vor sehr viel: „Man sieht ja, wie hier gearbeitet wird. Es gibt einen Trainer mit einer tausendprozentigen Identifikation, und in der Mannschaft stecken gute und erfahrene Leute. Dann gibt es da noch einen Manfred Wilke, der den Verein Tag und Nacht lebt. Aber auch sonst ist natürlich viel Herzblut bei mir dabei.“
„Man muss schon betonen, dass wir als Sponsor hier auch die persönliche Nähe zum Verein sehr schätzen. Da schließe ich auch den Marketingleiter Sascha Paschukos mit ein, der sich viel um uns kümmert.“
Doch an diesem Samstag überwog doch die Enttäuschung. „So ein Spiel kannst du bei der Mauertaktik von Verl auch mal mit einem guten Freistoß oder einer Ecke entscheiden. Aber die Standards kamen einfach nicht gut“, stellte der Experte fest. So reichte es noch nicht zum ersten Heimsieg der Saison, doch der wird hoffentlich gegen Wuppertal gelingen. „Irgendwann sind wir mal dran“, sagt Hellermann.
Quelle: www.neue-oz.de - ri -
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