Im letzten Testspiel vor dem ersten Meisterschaftsspiel am kommenden Freitag bei der SV Elversberg unterlagen die Sportfreunde Lotte dem Süd-Regionalligisten KSV Hessen Kassel mit 0:3. Bei schweißtreibenden Temperaturen vor 500 Zuschauern im riesigen Kasseler Auestadion begann die Elf von Maik Walpurgis, die schon vor dem Match bekannterweise verletzungsbedingt geschwächt war, in den ersten 20 Minuten recht druckvoll und erspielte sich gleich mehrere gute Tormöglichkeiten, insbesondere durch Ercan Aydogmus. Doch dann zog sich Neuzugang Fabian Liesenfeld, der auf der rechten Abwehrseite spielte, bei einem Zusammenprall eine klaffende Platzwunde am Kopf zu, die umgehend im Krankenhaus genäht werden musste. Fast 10 Minuten testete das Trainerteam das Spiel in Unterzahl, ehe Marco Schneider auf dem Platz kam. In der 40. Spielminute traf es die Sportfreunde erneut seht hart. Offensivspieler Danny Arend prallte bei einem Kopfballduell mit einem gegnerischen Spieler zusammen und musste benommen vom Platz. Umgehend wurde Danny mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung von einem Notarztwagen in ein Kasseler eingeliefert. Mit 0:0 ging es in die Halbzeitpause. Insgesamt spielte Lotte bis dahin einen gefälligen Fußball, war technisch stark, allein vor dem Tor fehlte der entscheidende Moment.
Aber bereits zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff war die SFL-Hintermannschaft nicht auf der Höhe und Kassels Innenverteidiger Jens Grembowietz köpfte freistehend zum 1:0 ein. Ca. eine Viertelstunde vor Ende erhöhte Enrico Gaede mit einen satten Schuß, der vom linken Innenpfosten ins Tor sprang, auf 2:0, bevor Sekunden vor dem Schlußpfiff Tobias Damm mit einer schönen Einzelleistung Tor Nummer drei erzielte.
Alles in allem war die Niederlage der Sportfreunde um mindestens ein oder zwei Tore zu hoch ausgefallen. Doch viel schwieriger ist die Tatsache, dass vor dem wichtigen Regionalliga-Start in Elversberg noch mehr Spieler verletzt oder angeschlagen sind. Laut Sportfreunde-Trainer Maik Walpurgis tragen die Saarländer am kommenden Freitag eindeutig die Favoritenbürde. Bleibt nur zu hoffen, dass sich im Laufe der Woche genügend Rekonvaleszenten wieder einsatzbereit melden.
(Von Alfons Manikowski)
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