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16.07.2010 | Anerkennung nicht nur vom Kulttrainer
BVB-Kulttrainer Jürgen Klopp (rechts) beim fachsimpeln mit Sportfreunde-Trainer Maik Walpurgis. (Foto: M. Mrugalla)

LOTTE. Am Ende waren alle zufrieden. Zwar hatten die Sportfreunde gegen Borussia Dortmund 1:4 verloren, doch den Gästen hatten sie vor allem im ersten Durchgang das Leben schwer gemacht. „Da haben wir als Mannschaft schon gezeigt, dass wir auf einem sehr guten Weg sind. Ich denke, für den Anfang war das schon ganz okay“, resümierte Verteidiger André Wiwerink.

So dürfen die Fans noch so einiges von ihrer neu formierten Mannschaft erwarten. Zumal die Sportfreunde im Duell mit dem BVB die Hände nicht ganz frei hatten. Auf der Reservebank fehlte es an Alternativen, um in der zweiten Hälfte noch frische Kräfte zu bringen. „Wir hätten da sicher mehr ausrichten können, wenn wir nicht so viele Verletzte gehabt hätten. So mussten einige durchspielen, was bei den Temperaturen sonst nicht so gewesen wäre“, sagte Trainer Maik Walpurgis, der vier Neuzugänge in die Startelf brachte.

Während die Dortmunder vor der Pause noch zu harmlos vor dem Tor von Lottes Keeper Marcus Rickert agierten, änderte sich das Bild nach Wiederanpfiff. „Ich habe meine Spieler zur Halbzeit nicht besonders motivieren müssen, sondern einfach siebenmal gewechselt. Dann lief es besser“, schmunzelte Trainer Jürgen Klopp.

Die Belohnung folgte in Form eines lupenreinen Hattricks des Bulgaren Dimitar Rangelov. „Da hat man den Unterschied gesehen, dass der Bundesliga spielt und wir eben in der Regionalliga zu Hause sind“, stellte SFL-Stürmer Christian Erwig fest.

Dennoch gab es von mehreren Seiten großes Lob für die Sportfreunde. So war BVB-Star Patrick Owomoyela vor allem erstaunt über die baulichen Veränderungen im Stadion: „Ich war früher ja schon mal hier, aber es hat sich eine Menge getan. Es ist ein richtiges Schmuckkästchen entstanden, in dem es Spaß macht, Fußball zu spielen.“ Dem schloss sich auch Kulttrainer Jürgen Klopp an: „Es ist richtig schön hier, und ich hoffe, dass auch in der Regionalliga das Stadion häufiger mal so gut gefüllt ist. Insgesamt hat mir auch die Lotter Mannschaft gefallen. Man hat gesehen, dass da einige aber so richtig gut Fußball spielen können. Und wenn Lotte wirklich in die Dritte Liga aufsteigt, kommen wir gerne wieder.“

So groß, wie die Kulisse war, so groß war auch das Medieninteresse. Es waren zahlreiche Berichterstatter von überregionalen Zeitungen vor Ort, außerdem berichteten mehrere Radiosender. Bemerkenswert war vor allem die Anwesenheit von gleich fünf TV-Anstalten. Eine davon kam aus Japan und war allein auf den Auftritt des Dortmunder Japaners Shinji Kagara fokussiert.

Zufrieden waren auch die Verantwortlichen von Sport 1, die das Spiel live übertrugen, mit den Bedingungen vor Ort. Die Übertragung habe reibungslos funktioniert, und der Verein habe sich sehr kooperativ gezeigt, lobte der Münchner Sender die Führungscrew der Sportfreunde Lotte.

Quelle: www.neue-oz.de - ri -

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