Das „Gipfeltreffen“ zwischen dem Tabellenzweiten 1. FC Saarbrücken und dem punktgleichen Spitzenreiter Sportfreunden Lotte steht am 22. Spieltag in der Regionalliga West am Samstag ab 14 Uhr im Blickpunkt. Die Saarländer sind nach dem 2:2 im Nachholspiel bei Eintracht Trier bereits seit zehn Spielen ohne Niederlage. Vor eigenem Publikum gab es zuletzt vier Siege.
FCS-Trainer Dieter Ferner versucht, die Erwartungen vor dem Spitzenspiel ein wenig herunter zu schreiben. „Ganz sicher wird am Samstag nicht über den Aufstieg entschieden. Beide Spitzen-Mannschaften können bis zum Saisonende noch häufig straucheln“, betonte er gegenüber DFB.de. Auch Preußen Münster, Rot-Weiss Essen oder der Reserve des VfL Bochum räumt er noch Chancen auf den Sprung in die 3. Liga ein.
Dieter Ferner rechnet gegen Lotte mit etwa 7.000 Zuschauern im Ludwigspark. Über eine größere Kulisse würde sich der Ex-Profi freuen, „aber bei uns ist noch nicht so richtig der Funke übergesprungen“. Ferner hält die Sportfreunde für eine gute Mannschaft mit großer Geschlossenheit, mit sehr guten Fußballern und einer ausgezeichneten Moral. „Die Lotter glauben an sich, gewinnen noch Spiele in der letzten Minute. Also müssen wir bis zur letzten Sekunde aufpassen“, streicht er heraus. Dabei kann Torjäger Manuel Zeitz nicht helfen. In Trier handelte er sich seine fünfte Gelbe Karte in dieser Saison ein.
Die Gäste aus Lotte haben sich in der Winterpause trotz ihrer Spitzen-Position erneut verstärkt. Sofort zur Verfügung stehen Mittelstürmer Nico Beigang (27), der vom Drittligisten SSV Jahn Regensburg gekommen war, sowie Defensiv-Allrounder Dalibor Gataric (23) vom Liga-Konkurrenten Wormatia Worms. „Natürlich wird es für uns schwer in Saarbrücken. Aber wir wollen einen guten Start in die Restrunde hinlegen und gewinnen“, hob Lottes Trainer Maik Walpurgis gegenüber DFB.de hervor. Er hat gute Erinnerungen an das Hinspiel: Seine Mannschaft siegte vor eigenem Publikum 3:0.
Bereits am Freitag ab 19 Uhr stehen sich zum Auftakt der 22. Runde Schlusslicht Wormatia Worms und der Tabellenvorletzte Bayer 04 Leverkusen in einer wichtigen Partie im Rennen um den Klassenverbleib gegenüber. Dirk Dreher, Co-Trainer bei den Gästen, hebt denn auch die Bedeutung der Partie hervor. „Wir werden den Gegner auf keinen Fall unterschätzen. Unser Ziel muss es sein, drei Punkte zu holen, um die Abstiegsplätze zu verlassen“, betonte er gegenüber DFB.de. Bei Bayer 04 bleibt wegen des abgesagten Nachholspiels in Köln Sevdail Selmani gelb-gesperrt. Die Wormatia tankte mit dem 2:1 im Nachholspiel gegen Fortuna Düsseldorf II neues Selbstvertrauen. Es war erst der zweite Saisonerfolg und zugleich der erste Heimsieg. Leverkusen blieb auswärts bislang ohne Sieg. Im Hinspiel kam Worms in Leverkusen zum einzigen Sieg auf fremden Plätzen (2:1).
Münsters Trainer Roger Schmidt an alter Wirkungsstätte
In einem westfälischen Duell stehen sich am Samstag ab 14 Uhr der SC Verl und der SC Preußen Münster gegenüber. Die Gastgeber sind sehr heimstark, haben im eigenen Stadion bereits sechs Spiele siegreich beendet. Allerdings mussten sie sich zuletzt bei Rot-Weiss Essen 0:2 geschlagen geben. Die Preußen hegen trotz des großen Rückstands auf die Spitze noch Aufstiegs-Hoffnungen. „Wir wollen in Verl mit einer Aufholjagd beginnen“, erklärte ihr Trainer Roger Schmidt, der früher selbst sieben Jahre für den Sport-Club am Ball war, gegenüber DFB.de. Das Hinspiel gewann allerdings Verl in Münster 2:1.
Im Spiel des Bonner SC gegen Eintracht Trier bietet sich für beide Vereine die Chance, sich mit einem Sieg ein wenig von der Gefahrenzone der Liga abzusetzen. Der BSC ist gut in die Saison gestartet, gewann gegen Wormatia Worms 5:1. Dabei führte sich Neuzugang Bekim Kastrati mit zwei Treffern glänzend ein. Der 30-Jährige kam vom Drittligisten Dynamo Dresden. Die Trierer bestreiten unter ihrem neuen Trainer Reinhold Breu, Nachfolger des beurlaubten Mario Basler, ihr erstes Auswärtsspiel. Zu Breus Einstand erkämpften sie im Nachholspiel ein 2:2 gegen Aufstiegsaspirant 1. FC Saarbrücken. „Wir wissen, was die Stunde geschlagen hat“, sagte der 39-jährige Eintracht-Trainer zu DFB.de: „Wir haben noch 14 Spiele Zeit, die nötigen Punkte für den Klassenverbleib zu holen. Ich bin fest überzeugt, dass wir uns aus eigener Kraft aus der unteren Tabellenregion befreien werde.“
Erstes Punktspiel für Köln II und Elversberg
Beim Heimspiel des 1. FC Köln II gegen die SV 07 Elversberg treffen ebenfalls am Samstag ab 14 Uhr zwei Mannschaften aufeinander, die im neuen Jahr noch kein Pflichtspiel ausgetragen haben. Die Gäste haben als einzige Mannschaft erst 18 Spiele ausgetragen, sind mit drei Partien im Rückstand. Nicht zuletzt deshalb sind die Saarländer punktgleich mit einem Abstiegsplatz. Auch Kölns Trainer Frank Schaefer hofft auf einen guten Start. „Für uns ist sehr wichtig, gut in die Restrunde reinzukommen. Wir haben gut trainiert, sind fit, müssen aber sehen, wie sich das in der Praxis auswirkt“, betonte Schaefer gegenüber DFB.de.
In Wanne-Eickel stehen sich die Reserve-Mannschaften von Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach gegenüber. Schalke verlor zuletzt vor eigenem Publikum gegen Preußen Münster 0:2 und rutschte auf einen Abstiegsplatz ab, die Borussen schlugen Kaiserslautern II 1:0. Schalkes neuer Trainer Michael Boris kann wieder auf die zuletzt grippe-geschwächten Emin Yalin und Massih Wassey zurückgreifen.
SV Waldhof Mannheim im Derby am Betzenberg
Der SV Waldhof Mannheim gastiert am Sonntag ab 13.30 Uhr zum Derby bei der Reserve des 1. FC Kaiserslautern im Fritz Walter-Stadion. Die Mannschaft von Waldhof-Trainer Walter Pradt verschaffte sich zuletzt durch den überraschenden 1:0-Auswärtssieg beim VfL Bochum II ein wenig Luft im Rennen um den Klassenverbleib. Zuvor waren die Mannheimer, die am Betzenberg auf Daniel Reule (Gelbsperre) verzichten müssen, auch in Münster und Leverkusen (jeweils 2:2) unbesiegt geblieben. FCK-Trainer Alois Schwartz analysierte nach dem 0:1 in Mönchengladbach: „Wir sind noch nicht auf dem Stand, den wir in den letzten Spielen vor der Winterpause hatten. Unser Spiel war noch nicht so flüssig, wie ich mir das vorstelle. Man hat gemerkt, dass wir lange kein Pflichtspiel mehr bestritten haben.“ Er hofft nun gegen den SV Waldhof auf eine Steigerung. Noch keine Alternative ist Angreifer Steven Zellner, der nach seiner Rücken-Operation pausieren muss. Marcel Correia klagte zuletzt über Leistenprobleme.
Auswärtsstarke Essener wollen bei Fortuna punkten
Zur ungewohnten Anstoßzeit tritt Rot-Weiss Essen am Montag ab 20 Uhr zum Abschluss des 22. Spieltages zum Nachbarschafts-Duell bei Fortuna Düsseldorf II an. Nach der 0:1-Heimniederlage im Hinspiel haben die auswärtsstarken Essener (schon vier Siege) etwas gutzumachen. Sie tankten durch das 2:0 zum Restrundenstart gegen den SC Verl neues Selbstvertrauen. Die drei Winter-Neuzugänge Alassane Ouedraogo, Daniel Chitsulo und Igor Bendovskyi gehörten dabei auf Anhieb zur Startformation. „Sie helfen uns weiter“, freute sich RWE-Trainer Uwe Erkenbrecher. Die Fortuna-Reserve absolvierte zwei Auswärtsspiele innerhalb von wenigen Tagen mit unterschiedlichem Erfolg. Dem 3:0 in Trier folgte ein 1:2 im Nachholspiel beim Tabellenletzten Wormatia Worms.
Quelle: www.dfb.de
|