Die Sportfreunde Lotte gehen am kommenden Samstag (Anstoß 14:00 Uhr) als echter Tabellenführer in die Top-Begegnung beim Tabellenzweiten 1. FC Saarbrücken. Am Dienstagabend in einem Nachholspiel des 19. Spieltages hat die Elf aus der Saarländischen Landeshauptstadt mit einem 2:2 bei Eintracht Trier, von der Anzahl der absolvierten Spiele und der Punkte her, mit den Blau-Weißen gleichgezogen. Doch mit einem um sechs Tore besseren Torverhältnis stehen die Sportfreunde weiter auf Platz eins.
Das Traineramt bei Eintracht Trier hatte nach der Entlassung von Chef-Trainer Mario Basler der bisherige Trainer der zweiten Mannschaft, Reinhold Breu, übernommen. Und dieser setzte vor der Begegnung ein Zeichen, indem er gleich vier Spieler für den Rest der Saison freistellte. Im Moselstadion, vor über 5150 Zuschauern, entwickelte sich schnell auf einem seifigen und schweren Untergrund eine sehr intensive Regionalliga-Partie, bei der auch SFL-Co-Trainer Ovid Hajou Augenzeuge war. Bereits nach 17 Minuten brachte Triers Mittelstürmer Wilko Risser seine Farben per Abstauber mit 1:0 in Führung. Nach einer halben Stunde sorgte Saarbrückens Winter-Neuzugang vom 1. FC Nürnberg, Markus Fuchs, für den mehr als fälligen Ausgleich. Die Mannschaft von FCS-Trainer Dieter Ferner war von nun an spielbestimmend und nur acht Minuten später vollendete wiederum Fuchs zur 1:2-Führung für die Saarländer. Doch das Gesicht der zweiten Halbzeit sollte anders aussehen. Die Eintracht war von nun an kämpferisch überlegen und drückte zusehends auf den Ausgleich. In der 81. Minute war es dann Risser, der erneut zum völlig verdienten Ausgleich für Trier einnetzte.
Manuel Zeitz, der in der gesamten Saison überragend spielende Mittelfeldspieler des 1. FC Saarbrücken, sah in der Partie seine fünfte Gelbe-Karte und wird gegen Lotte fehlen.
Leider war das Südwest-Derby von einigen Auseinandersetzungen überschattet. Rund 40 Fans auf beiden Seiten hatten im Vorfeld von der Polizei so genannte Aufenthaltsverbotsverfügungen ausgesprochen bekommen. Sie durften während des Spiels den Bereich des Bahnhofs und des Moselstadion nicht betreten. Sieben Personen wurden vorrübergehend festgenommen. Kurz vor Anpfiff zündeten Täter aus der Saarbrücker Fankurve mehrere Feuerwerkskörper, die zum Teil auf dem Spielfeld landeten.
Bereits am Freitagnachmittag startet die Elf von SFL-Trainer Maik Walpurgis ins Saarland, wo man in Sankt Ingbert, knapp 20 km von der Landeshauptstadt entfernt, ein Hotel beziehen wird. Das Top-Spiel der Regionalliga West im über 35.000 Zuschauer fassenden Saarbrücker Ludwigsparkstadion wird am Samstag um 14:00 Uhr angepfiffen. Für alle Fans, die die Sportfreunde dorthin begleiten möchten, hier die Navi-Anschrift des Stadions:
- Ludwigsparkstadion
Camphauser Straße
66113 Saarbrücken
Wer die Sportfreunde nicht zum Spitzenspiel begleiten kann, kann sich am Samstag um 17:30 Uhr einen Spielbericht in der Sendung "Arena am Samstag" im SR-Fernsehen anschauen.
(Von Alfons Manikowski)
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