1:1 – wieder ein spätes Gegentor

Michael Jonas - 13.03.2019

Ein Punkt im Paradies - besser als gar nichts für die Sportfreunde. Ärgerlich nur, dass das Gegentor zum 1:1 wieder spät fiel. Diesmal in der 88. Minute. Gegen Fortuna Köln hatten unsere Sportfreunde in der siebten Minute der Nachspielzeit mit 1:2 verloren.

Paradies, so nennt man den Park, der an das Ernst-Abbe-Sportfeld grenzt. Und dort waren unsere Sportfreunde dank eines Eigentors in der 71. Minute in Führung gegangen. Dass am Ende nur ein Remis heraussprang ist nur deswegen ärgerlich, weil der Ausgleich kurz vor dem Ende fiel in einem Spiel, das fast vom Winde verweht wurde. Am Samstag wartet im FRIMO Stadion der 1. FC Kaiserslautern (14 Uhr). Nicht dabei sein wird Jeron Al-Hazaimeh wegen seiner zehnte gelben Karte.

Schulter ausgekugelt, Knie veerletzt,, Kopfwunde, Zeh angebrochen - die Liste der Verletzungen von Matthias Rahn liest sich wie eine Krankenakte mehrerer Patienten. Dennoch bestand der Innenverteidiger darauf, im Kader zu stehen. „Es wäre unverantwortlich gewesen, ihn von Anfang an spielen zu lassen“, sagte SFL-Coach Nils Drube. Für Rahn spielte Thomas Blomeyer. Alexander Langlitz nahm nach seiner Gelbsperre wieder die rechte Außenverteidigerposition ein. „Die Wut mitnehmen und in positive Energie umwandeln.“ Das gab Drube seinem Team mit auf den Weg. 

Bereits nach 45 Sekunden zog Maximilian Oesterhelweg ab und verfehlte knapp das Jenaer Tor. Der erste Warnschuss der Lotter. In der achten Minute folgte der zweite: Oesterhelwegs Freistoß landete am Außennetz. Nach 22 Minuten dann die erste gefährliche Carl Zeiss-Szene: Dominik Bock zog aus 25 Metern ab, Steve Kroll klärte mit dem Fuß. Fünf Minuten später lenkte Lottes Keeper den Ball mit der Faust übers Tor bei einem Schuss von Manfred Starke. Im Gegenzug war Jenas Torwart Jo Coppens einen Tick schneller am Ball als Toni Jovic. Es war intensives Spiel auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena, in dem es viele Unterbrechungen gab, einige sehenswerte Distanzschüsse, aber keine Tore bis zur Halbzeit. Nach dem Wechsel setzte der große Regen rein in Thüringen. Und viele Bälle landeten im Niemandsland. In der 72. Minute dann aber im Jenaer Tor. Nach einer Ecke von Maximilian Oesterhelweg war unser Kapitän Adam Straith zur Stelle und wurde von seinen Mitspielern als Torschütze gefeiert. Aber Jenas Kapitän Rene Eckardt hatte den Ball mit dem Schienbein ins eigene Tor befördert. Lotte kämpfte leidenschaftlich, um die Führung über die Runden zu bringen. Aber die Angriffswucht der Thüringer wuchs von Minute zu Minute. Und so kam der Gastgeber noch zum Ausgleich. Der eingewechselte Fabian Mouko Tchenkoua stand nach einer Ecke völlig frei und köpfte den Ausgleich, der verdient war. Wieder traf es die Sportfreunde in der Schlussphase. Dennoch - ein Punktgewinn bei den nach wie vor stark abstiegsgefährdeten Jenaern ist aller Ehren wert


Carl Zeiss Jena: Coppens - Grösch. Volkmer, Gerlach (79. Brügmann) - Bock, Schau, Kübler, Brügman - Starke - Tietz, Eckhardt (79. Tchenkoua).

Sportfreunde Lotte: Kroll - Langlitz, Blomeyer, Straith, Al-Hazaimeh - Schulze, Chato (58. Wendel), Hofmann, Oesterhelweg (90 + 1 Drinkuth) - Wegkamp, Jovic (70. Reimerink). - Reserve: Quindt (Tor), Awassi, Rahn, Drinkuth,Karweina.

Tore: 0:1 Eckardt (71. Eigentor), 1:1 Tchenkoua (88.).. - Zuschauer: 3574. Schiedsrichter: Tobias Fritsch. - Assistenten: Michael Kimmeyer, Timo Lämmle.